Donnerstag, 17. Dezember 2015

3. Advent-Segeln im Klub am Rupenhorn

Zum vierten Mal in Folge richtete der Klub am Rupenhorn die wahre „Meisterschaft der Meister“ aus. Von Malte Christophersen ins Leben gerufen, fand sie wie jedes Jahr am 3. Advent statt. 15 waghalsige Männer jeden Alters fanden sich trotz schlechter Wetterprognose (Regen und Böen bis 30kn) im Klub zusammen. Gesegelt wird traditionell auf vier Laser Standard. Nach kurzer Steuermannsbesprechung durch Volker ging es sofort los.



Durch zwei Qualifikationsläufe qualifizierte man sich für das „Silver“ und „Gold“ Fleet.
Die Zeit zwischen den jeweiligen Rennen galt es mit heißer Schokolade, Glühwein und Hock-Streck-Sprüngen zu überbrücken.
So manch einer unterschätzte die Tücken des Regattagebiets. Einfallende Winde, die Gezeiten sowie Driftströme (s. Wikipedia) von 5cm forderten mehrfach ihren Tribut.



Paul O.
1
1
Volker
3
2
Thilo
2
2
Sebastian S.
1
1
Manfred
-
DNS
Wolfgang
3
DNS
Flo
2
3
Mark
3
1
Sebastian I.
-
DNS
Dirk
2
1
Felix
1
2
Julius
2
2
Fiddi
1
3
Paul W.
3
3
Michael
4
3

- technische Probleme *DNS wegen Kenterung

Im kleinen Finale segelten Mark, Julius, Thilo und Fiddi gegeneinander.
Im Finale segelt Paul Ost, Sebastian Salein, Dirk Piechowiak und Sohn Felix Piechowiak.


Dieses konnte Paul Ost punktgleich mit Sebastian und Felix und nur durch taktisches Agieren in der Grauzone der Wettfahrtregeln für sich entscheiden.


Gesamttabelle:

Paul O.
Felix
Sebastian
1
Dirk
4
Mark
5
Thilo
6
Julius
7
Fiddi
8
Michael 
Paul W.
Sebastian I.
Flo
Wolfgang 
Manfred 
Volker
9


Strahlende Gesichter trotz Eiseskälte.



Felix und Dirk stifteten dieses Jahr einen Wanderpokal. Die „Glühende Kanne“.



Vielen Dank an alle Teilnehmer. Ich bedanke mich für eine tolle Segelsaison 2015 und wünsche allen Klubmitgliedern Frohe Weihnachten, einen gelungenen Start ins neue Jahr und uns (KaR Segelbundesligateam) einen eisfreien Winter.
Liebe Grüße
Paul

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Bericht 2. Segel-Bundesliga Bodensee


Bericht 2. Segel-Bundesliga Bodensee
Vom 25. – 27. September fand in Überlingen am Bodensee der letzte Spieltag der 2. Segel Bundesliga statt. Für das Bundesligateam des KaR (vor dem Event auf Platz 4) bot sich an diesem Wochenende die Chance den Einzug in die Relegation für Liga 1 zu sichern. Darüber hinaus schielte das Team auch noch immer auf eine Top 3 Platzierung im Gesamtklassement, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg in Liga 1 wäre.
Um bestmöglich vorbereitet in den Spieltag zu starten fuhren Paul Ost, Florian Schlitter, Oline Grossmann und Felix Piechowiak bereits einige Tage früher in den Südwesten der Republik, um auf ligagleichen Booten zu trainieren. Durch Manfred Immlers Draht zum Landesleistungszentrum Baden-Württemberg wurden wir beim Training von einem Trainer mit Ortskenntnissen auf die bevorstehenden Tage eingestellt. Dabei zeigte sich bereits, dass wir am Bodensee mit dem größtmöglichen Windspektrum zu rechnen hatten.

Zum Eventstart kam Julius Domroes direkt aus München hinzu, um uns als 5ter Mann an Land die Rücken freizuhalten.

Bei herrlichstem Sonnenschein verbrachten wir, man kennt es von den diesjährigen Ligaevents,  den ersten Wettkampftag  mit vielen zermürbenden  Wartestunden,ohne das letztendlich eine Wettfahrt gestartet oder beendet wurde. Das Highlight des Tages war somit die Hissung der Freibierflagge.




Auch der Samstag begann zunächst mit einer einstündigen Startverschiebung, ehe die Rennserie eröffnet wurde. Mit einem durchwachsenen Start mit den Platzierungen 6-3-1, kamen wir unserem Ziel einer konstanten Serie zunächst noch nicht allzu gut nach, wurden dafür aber freudig von einem gewachsenen KaR-Team an Land empfangen, Neben Julius Domroes, blickten auch Sebastian Salein, Olaf Hug und Manfred Immler durch Ihre Ferngläser. In den folgenden Rennen setzten wir eine bunte Serie mit den Platzierungen 5-2-2-6 fort. Besonders der 6. Platz im letzten Rennen des Tages schmerzte sehr.

Am Sonntag sollte sich der Bodensee von seiner ruppigeren Seite zeigen. Starke drehende Winde versprachen spannende Rennen, die wir leider wieder mit einem 6. Platz begannen. Wir verbesserten uns kontinuierlich, mussten jedoch immer wieder feststellen, dass sehr gute Zwischenplatzierungen durch kleinere Unglücklichkeiten und Trainingsdefizite nicht bis über die Ziellinie gerettet werden konnten. Mit den Plätzen 4-1-3-5, einem verdrehten Knie und einem geprellten Kopf reihten wir uns auf einem 11. Platz in der Eventwertung ein. Insgesamt konnte somit ein sehr guter 5. Platz in der Gesamtwertung über alle Spieltage gesichert werden, punktgleich mit den 4. Platzierten vom Hamburger Segel Club.

Im Anschluss des letzten Erstligaspieltages am ersten Novemberwochenende, segelt der KaR in der Relegation gegen 5 weiter Vereine um die Erstklassigkeit. Bis dahin probieren wir so viele Wasserstunden, wie nur möglich zu sammeln.

Vielen Dank für die großartige Unterstützung. Wir bitten darum noch einmal kräftig die Daumen zu drücken.

Das Bundesligateam des KaR

Samstag, 25. Juli 2015

3. Spieltag in Travemünde vom 18.-20. Juli - Purer Nervenkitzel

Bereits zwei Wochen nach Warnemünde stand das nächste Bundesliga-Event im Rahmen der Travemünder Woche an. Etappenweise reiste das Team an - pünktlich zum Trainingsslot am Samstagvormittag waren Malte, Sebastian, Thilo, Simon und Katha vor Ort. Bei wechselhaften Bedingungen (0 bis 5 Bft) und Winddrehern bis 40 Grad wurde den Jungs  von den hochkarätigen Gegnern nichts geschenkt... Harte Kämpfe in den kurzen Rennen zehrten an den Nerven der Segler (und Fans), zahlten sich unterm Strich aber aus:
Mit den Einzelplatzierungen 2 - 3 - 5 - 1 - 4 - 4 - 3 - RDG - 3 - 2 gelang dem KaR-Team ein 6. Platz in Travemünde!
In der Gesamttabelle konnte mit diesem Ergebnis der 2. Platz ausgebaut werden! Eine super Leistung, die eine gute Ausgangsbasis für das nächste Event auf dem Wannsee darstellt!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Segelbundesliga 2. Spieltag



Bericht vom zweiten Spieltag in Liga 2

Nachdem wir Mitte Juni in Vollbesetzung gemeinsam mit den Ligateams aus Duisburg, Münster und den Ligaanwärtern der 12er Vereinigung Berlin am Ijsselmeer in Lemmer trainierten, ging es am Freitag den 03.07. für Paul, Florian, Julius, Oline und Felix bei sympathischen 34° zum Liga Debüt 2015 nach Warnemünde, zum zweiten Spieltag in Liga 2.

Nach einem Zwischenstopp in einem exklusiven Gourmetrestaurant (McDonalds) und einer weltklasse Navigation von Julius (verfehlte das angepeilte Ziel nur um wenige Kilometer) erreichten wir unser Domizil für die da kommenden drei Tage. Zehn stramme Gehminuten von der Westmole entfernt, erwartete uns eine kleine aber feine Ferienwohnung. Wir suchten noch eine kleine Abkühlung am Strand und fanden zwischen den Ansammlungen von Menschen, Zelten, Ständen, Handball- und Lacrossfeldern sogar den einen oder anderen Hinweis auf den Segelsport vor. Zum Abendbrot kredenzten wir uns noch selbstgemachte Pizza. Angelockt von dieser und mit der Hoffnung auf ein Bier erschienen auch noch Malte, Thilo, Simon und Paul, die uns für die anstehenden Wettfahrten viel Erfolg wünschten.

Der Samstagmorgen begrüßte uns mit viel Sonnenschein und wenig Wind. Unsere Trainingszeit von 45 Minuten nutzten wir intensiv um uns auf die Bedingungen einzustellen.

Wir eröffneten die Rennserie am Samstag um 14:00h trotz Hitze bei gut segelbaren Bedingungen gleich mit einem Sieg. Mit 3 zweiten Plätzen in Folge schlossen wir mit einem mehr gesegelten Rennen als die Vereine auf den Plätzen 1, 2 und 4 auf dem dritten Platz ab. Ein abschließendes Bad in der Ostsee und ein Cocktail mit unseren Trainingspartnern aus Lemmer, dem Duisburger Segel Club, rundeten den Feierabend ab.

Der Sonntag war ebenfalls geprägt von heißen Temperaturen allerdings zunächst nicht einmal von wenig Wind. Zermürbende Wartestunden verbrachten wir, indem wir Modelwettbewerbe im Bundesligazelt sowie Strandhandballmeisterschaften verfolgten und dabei eine Flasche Wasser nach der anderen leerten.
Nachdem ein Rennen am früheren Nachmittag stattfand, beschloss die Wettfahrtleitung richtigerweise kurze Zeit später – als wir bereits auf dem Shuttleboot saßen – wiederum die Startverschiebungsflagge zu hissen.

Als einige Teams weitere Wettfahrten scheinbar schon ausgeschlossen hatten, kam die Info: Start um 17:20. Bei schwächerem Wind als am Vortag kamen wir zunächst nicht richtig in Fahrt. Bei einem Angriffmanöver am Leegate handelten wir uns zudem noch eine Strafe ein, die uns auf Platz 6 zurückwarf. Im Begriff im zweiten Rennen des Tages einiges besser zu machen, kamen wir zunächst gut weg. An der Luvtonne wurden wir jedoch stark durch ein wendendes Boot behindert. Ein Protest unsererseits wurde abgewiesen – Platz 4 war die Folge. Mit einem immer noch zufriedenstellenden 6. Platz im Gesamtklassement beendeten wir den zweiten Tag. Nach Lauf und Schwimmeinheiten sammelten wir die für den Folgetag nötigen Pfunde am Ligabuffet und gingen früh schlafen, um am Montag nochmals Vollgas zu geben.

Bei kräftigen 5-6 Bft war unser erster Start auf 9 Uhr angesetzt. Somit begleitete uns die Ehre die Ligaboote aus dem Hafen zu fahren. Die B/Ones auf denen in der 2. Liga gesegelt wird, wurden nach Ligaanweisung „nur“ mit gerefftem“ Großsegel gefahren. Nachdem ein erstes Rennen, in dem wir führten, nach 15 Minuten abgebrochen wurde, da das Zeitlimit nicht hätte eingehalten werden können und zudem das Leegate in Treibgang geriet, starteten wir in ordentlicher Welle mit einem zweiten Platz in den Tag. Die Bootswechsel benötigten heute sehr viel mehr Zeit, da diese hinter der Mole im wellenberuhigten Bereich von statten gingen. Zudem sorgten immer wieder auftretende Materialschäden für längere Pausenzeiten. In unserem zweiten Rennen des Tages ersegelten wir um haaresbreite Platz 3. Nun wurde es nochmal spannend, da mehrere Vereine punktgleich um die Plätze 4-7 zitterten. Glücklicherweise hatten wir noch eine Chance uns zu beweisen. Mit einem weiteren zweiten Platz hinter dem starken Bayerischen Yacht Club konnten wir das Ergebnis aus Tutzing bestätigen und ebenfalls Platz 4 für uns beanspruchen. Damit liegt der KaR nach 2 Ligaevents mit 3 Punkten Vorsprung vor Platz 3 auf dem 2. Platz in der vorläufigen Gesamtwertung.


An dieser Stelle nochmals ein Riesendank für jegliche Unterstützung. Danke all denen, die den Weg nach Warnemünde auf sich genommen haben, uns vor Ort den Rücken freigehalten haben, uns mit Wasser versorgt haben, die uns abklatschten bevor wir aufs Wasser gingen und nachdem wir wieder an Land kamen, sowie denen die in der Heimat fleißig die Daumen drückten.

Dienstag, 30. Juni 2015

Kieler Woche 420er

Die Kieler Woche ist nun vorbei und wir waren dabei! Einige Teams unserer 420er Trainingsgruppe haben teilgenommen (Franka(KaR)/Vanessa, Robert/Tobias, Robin/Fabian, Katharina/Sonja, Leon/Emilia). Leider bin ich die einzige 420er Seglerin des KaR, die dabei war. Gemeldet waren 154 Teams aus elf verschiedenen Nationen. Darunter Frankreich und Italien aber auch Irland und USA. es wurde in drei Gruppen zu je 51 bzw 52 Booten gestartet, wobei jeden Tag neu gemischt wurde bis am Sonntag in Gold, Silber und Bronze eingeteilt wurde. Für mich persönlich war es die erste Kieler Woche und erste internationale Regatta. Es ging uns eigentlich nur um das Training und die Erfahrung und nicht um ein gutes Ergebnis.

Donnerstag
Wir erwarteten eine Platzierung etwa um den 130 rum, da die Nationalmannschaften aus anderen

Ländern dabei sind und wir teilweise mit dem Berliner Kader auf einem Niveau fahren. Dennoch, ersegelten wir in der ersten Wettfahrt einen alle Erwartungen übertreffenden achten Platz! Uns war klar dass wir dieses Ergebnis nicht halten werden, aber es war zunächst enorm motivierend. Am Donnerstag gab es dann nur noch eine weitere Wettfahrt in der wir einen 35 Platz belegten. Immernoch gut, in etwa das was wir erwartet hatten, aber im Vergleich zu dem Ergebnis davor war dies doch ziemlich niederschmetternd.

Freitag
Nun, Freitag begann erstmal mit Startverschiebung an Land für alle Bootsklassen. Der Wetterbericht,
die Wettfahrtleitung und Segler waren sich alle unsicher und uneinig ob überhaupt noch stabiler Wind kommt und sich die Thermik oder die Wolken durchsetzen. Der Thermik sei Dank, dass wir noch eine Wettfahrt fahren konnten nachdem wir einige Stunden im Hafen gelegen haben und uns gesonnt haben. Der Tag war für uns der schlechteste. Wir haben Fehler gemacht die einfach nicht hätten sein müssen... ein 44 Platz nur...

Samstag
Die Wettfahrtleitung wollte umbedingt noch möglichst viele Wettfahrten durchführen. Dafür legten sie den Start auf 10Uhr. Das hieß für uns 6:15 aufstehen und raus aufs Wasser. Wegen der heutigen ersten Wettfahrt hatten wir an Land abends noch einen Protest, welchen wir verloren hatten. Am Ende des Tages hatten wir ein DSQ, 38 und einen 26.  Das hieß für uns der Samstag war durchschnittlich erfolgreich. Wäre das DSQ nicht gewesen hätten wir Sonntag in Silber fahren können.

Sonntag
Sonntag war Start wieder sehr früh um 10Uhr. Dennoch haben wir nur zwei Wettfahrten geschafft, da
es so viele Frühstarts und allgemeine Rückrufe gab. Erste Wettfahrt haben wir den Start total verhauen. Dementsprechend sah dann auch das Ergebnis aus; 38. Bei der zweiten hatten wir ein wenig Pech. Wir hatten einen Black-Flag Frühstart, da wir nicht nochmal einen Start wie beim letzen Mal riskieren wollten. Naja, sowas passiert, ist nicht schön, aber was soll's.

Im Endeffekt war dies ja auch nur eine Trainingsregatta. Wir haben viel mitgenommen und Dank der genialen Technik der GPS-Tracker konnten wir alle fast Fehler im nachhinein nochmal analysieren und beim nächsten Mal besser machen. Es war gut zu sehen, dass wir mit ein wenig mehr Training WM Niveau segeln könnten. Und das ist für mich, jemanden der vor einem halben Jahr bei der deutschen Meisterschaft nicht mal in die erste Hälfte gekommen ist, ein enorm großer Sprung und eine unglaubliche Entwicklung. Ich bin erstaunt wie viel das Training im Winter in Barcelona, die vielen anderen Trainingslager und allgemein das Training bei meinem Trainer(Jan Sternberg) bringt. Leider war dies vorerst die letzte Regatta für uns... Meine Schottin ist zu alt und steigt um in den 470er. Im Sommer folgt für mich noch eine Woche Gardasee und dann werde ich mich für ein Jahr vom Segeln und vom KaR verabschieden.

Franka Mehler

Mittwoch, 24. Juni 2015

KaR Bundesligateam trainiert auf dem Ijsselmeer



Das Berliner Bundesligateam des Klub am Rupenhorns war letztes Wochenende am 20./21. Juni zum Training in Lemmer am Ijsselmeer. Dort trainierten unsere zehn Segler zusammen mit weiteren Zweitligavereinen auf gecharterten B/one’s -  das Sportboot der 2. Segel-Bundesliga. 


Bei optimalen Windverhältnissen um die 3 Bft konnten in vielen kurzen Trainingswettfahrten mit jeweils fünf Booten Manöver, Taktik und Starts geübt und optimiert werden. Am Samstag von 10h bis 18h und am Sonntag von 8.30h bis 15h bereitete sich vor allem das Team um unseren Steuermann Paul Ost im intensiven Wasser-Training auf den nächsten Einsatz in Warnemünde vor. Am 2. Spieltag der zweiten Segel-Bundesliga werden während der Warnemünder Woche vom 4. bis 6. Juli Paul, Felix, Florian, Julius sowie Annika für den KaR um wichtige Punkte kämpfen und segeln.
Taktiker Florian Schlitter verkündete nach dem Training: „Eine bessere Vorbereitung hätte es für uns als Team nicht geben können. Wir sind heiß auf Warnemünde und werden alles geben!“

Aktuelle Informationen und Berichte gibt es auch im KaR Segel-Bundesliga Livecenter:
 

Melges24 Act III Riva del Garda


Donnerstag
Am Donnerstag den 21. Mai fuhren wir (Olaf, Alex, Malte, Florian, Paul) zum 3. Act der Audi Sailing Series an den Gardasee. Nach ausgiebiger Vorbereitung auf unserem Heimatrevier und Klassifizierung bei der ISAF als „Amateurteam“ (Corinthians) freuten wir uns auf schönstes Segeln bei Wind, Sonne und Pizza am Gardasee. Auf der neunstündigen Fahrt kam es zu mehreren Kontrollanrufen durch Olaf und Alex,  doch bitte an das bevorstehende Wiegen zu denken. 

Freitag

Freitag früh holten Olaf und Alex, Malte, Florian und mich vom Zeltplatz ab und wir fuhren in den Verein zum Auftakeln. Alles verlief problemlos bis zum Setzen der Fock.
Wo waren die Segel? Wir bewiesen der ISAF und dem restlichen Teilnehmerfeld unseren Amateurstatus recht früh und deutlich. Keiner von uns hatte beim Verpacken des Bootes nach dem Training im KaR daran gedacht, die Regattasegel ins Boot zu packen.
Malte, kurz vor dem Infarkt, bemühte sich schnell darum Segel bei einem anderen deutschen Team zu bekommen, Olaf suchte nach Kaufoptionen und wir anderen drei waren einfach nur ratlos. Ideen kreisten umher, Eine unüberlegter und unrealistischer als die Andere. Und das Alles auf leeren Magen.

Bei uns herrschte striktes Frühstücks- und Trinkverbot bis zum Wiegen. Da wir in Sachen Segel nicht weiter kamen machten wir uns auf den Weg zur Registrierung.
Da wir wussten, dass wir schnell an die 375 Kilo Maximalgewicht herankommen würden, machten wir uns alle bis auf die Unterhose blank.  Olaf und Alex erfüllten ihr Ziel, Florians heimische Waage schmeichelte ihm wohl sehr, und Malte und ich waren einfach drüber.  +2,5 Kilo. Na toll, auch das noch. Also rein in die Segelklamotten und joggen.  Auch beim zweiten Anlauf fehlten noch 600 Gramm, sodass Malte, Florian und ich noch eine Ehrenrunde drehten, während Olaf und Alex das Boot kranten.

Nach dem erfolgreichen Drittversuch (374,6 kg) fanden wir mit Hilfe eines anderen deutschen Teams einen Österreicher, der uns einen hervorragenden Segelsatz über das Wochenende lieh. Unheimlich dankbar konnten wir nun als AUT 718 segeln gehen.
Nach einem Teller Pasta als spätes Frühstück ging es dann mit etwas Verspätung und bockigem Motor aufs Wasser.

Florian, DER Wind und Wetterexperte des Gardasees, erklärte uns, dass es Aufgrund des bewölkten Wetters zu keiner Ora  (südlicher Wind, der durch Thermik gegen Mittag entsteht) kommen würde.  So kam es auch.

Nach Aftersail Snack & Beer gingen wir Pizza und Eis essen, um unsere Speicher für den nächsten Tag zu füllen.

Samstag

Die Startzeit wurde am Freitag auf Samstag 8:30 Uhr festgelegt, sodass wir pünktlich um 7:30 Uhr ablegten.  Leider brachte unsere kleine Schrauberstunde auf dem Parkplatz des Segelvereins nicht den gewünschten Effekt. Unser Motor fiel weiterhin aus sobald man auch nur ein wenig Gas gab.

Endlich segeln.
Die erste Kreuz des ersten Rennens verlief super. Nach einem guten Start fuhren wir auf die richtige Seite und rundeten das Fass als 3. von 46 Booten, darunter 21. Profi Teams.
Doch kurz nach der Ablauftonne gab es dann die erste Lehrstunde in Sachen Vorwindfahren mit Gennaker für uns. Mehrere Top Teams rasten an uns vorbei bis wir ein annehmbares Setting gefunden hatten.
Nach zwei Runden überquerten wir die Ziellinie als 13. Boot (2. Amateurteam). Ein Ergebnis mit dem wir dennoch sehr zufrieden sind.

Im 3. Rennen gelang uns wieder ein Top Start nachdem wir leider etwas versackten.
Beim Gybeset (setzen des Gennakers  während einer Halse) blieb der Gennaker leider an der Saling hängen. Wir brachen das Mannöver ab, um den geliehenen Gennaker nicht zu gefährden, was uns leider ein paar Plätze kostete.
 
Am Abend fanden wir uns auf dem 18. Gesamtrang  (5. Amateurwertung) wieder.
Nach Motorsession 2&3 fanden wir endlich die Lösung des Problems. Der Vergaser war völlig verdreckt und der Durchflussbegrenzer im Benzinschlauch saß fest, sodass der Motor bei mehr Gas nicht genug Benzin ziehen konnte.


Abends ging es zum Pizzaessen nach Torbole und danach zum Cocktailschlürfen in die Wind’s Bar. Fünf Italienerinnen klärten uns über die Wichtigkeit von Kondomen auf, „when we are meeting girls“, sodass wir zur Freude der künftigen Braut in unser aller Sicherheit investierten.  Schließlich ging es für uns fünf ins Bett, da am nächsten Tag wieder 8:30 Uhr Start sein sollte.

Sonntag

Um 6:15 Uhr klingelte für uns drei Camper der Wecker. Um nicht noch eine Nacht bezahlen zu müssen, bauten wir unser Zelt in aller Frühe ab und warteten bis Olaf und Alex ihren Espresso in ihrem Hotel getrunken hatten.

Nach zwei Startversuchen mit Allgemeinem Rückruf und Startverschiebung warteten wir weitere zwei Stunden bis sich die Ora durchgesetzt hatte.
Wir sahen, dass der Wind extrem nach links drehen würde, positionierten uns auf der richtigen Seite und verhauten den Start so richtig. 

Nach einigem  Trouble und hektischen Wenden konnten wir uns freisegeln.  Dieses Mal gelang uns ein perfekter Gybeset an der Luvmarke. Nach hinten hatten wir odentlich Platz und wir holten einige Boote auf dem Vorwindkurs. Nun also nur noch ein perfektes Tonnenmannöver, auf der Kreuz solide verteidigen und dann Vorwind ins Ziel. Naja, so hatten wir es zumindest vor. Unser Ausnahmetalent Florian erlaubte sich beim Bergen auch mal einen Fehler und zog den Gennaker zwischen die Fockschoten. Ergebnis: Das Wenden wurde unmöglich und wir mussten den tiefen Schlag segeln bis wieder alles klariert war. Sh*t happens.  Am Ende sprang ein 19. Gesamtrang raus. In der Amateurwertung wurden wir 6., punktgleich mit dem 5. und 4. Ein Ergebnis mit dem wir alle sehr zufrieden sind.

Paul

Dienstag, 2. Juni 2015

Rupenhorn Regatta


Hier das Video von der Rupenhorn Regatta 2015!

Galerien von J24 und Yardstick gibt es hier. Vielen Dank dafür an Joachim Rieken von von sailinganarchy.de.

Sonntag, 24. Mai 2015

2. Feierabendragatte, Ergebnisse

1. Wettfahrt: 23 Teinehmer
2. Wettfahrt: 20 Teilnehmer
Bei der 3. Fahrt - am 12. Juni -  müssen es wieder mindestend 23 sein!
Super Segel- und Kluberlebnis, weiter so :-)




Donnerstag, 21. Mai 2015

Riva Cup - Gardasee



Da die Briten zwischen WM und Euro keine Zeit mehr für den Gardasee gefunden haben sind wir nur vier deutsche Teams. Am Montag um 5:30 machen wir uns auf den Weg und sind nach 13 Stunden ohne Zwischenfall in Riva. Am Dienstag ist erstmal Basteln angesagt, die neue Mastnut bekommt von mir an den Enden jeweils noch ein Kohlepatch und das muss sauber aufgetrennt werden. Um 18 Uhr machen wir uns schon mal mit der komplizierten Slip-Situation vertraut und segeln im abflauenden Wind eine Proberunde.

Die kleine i14 Flotte an der Rampe

Die Rampe ins Wasser ist sehr kurz und zu Flach um das Ruder runterzuklappen. Da der Wind immer genau auf die Rampe steht muss das Boot vorwärts geslipt werden, dabei sollte man nicht, wie ein 505er Team es vorgemacht hat, seinen Slipwagen in den Abgrund hinter der Rampe sinken lassen.
Wenn dann neben der Rampe Schwert und Ruder eingesteckt sind verhindert ein langer Balken unter Wasser das Losfahren. Der Steuermann muss balancieren, der Vorschoter sich zum Ende des Balkens vortasten und dann aufspringen, eine dritte Person wird benötigt um das T-Foil von Balken und Rampe abzuhalten und dem Boot genug Schwung für die erste Wende mitzugeben.
Das Anlegen ist nicht weniger spannend. Mit dem Großsegel unten hat man nur einen Versuch: 15m vor der Rampe muss der Vorschoter die Fock ausklinken, an den Bugspriet springen und im Wasser möglichst stark bremsen. Dann schnell auf die Rampe stellen und das Boot so anhalten, dass das Schwert nicht gegen die Kante fährt. Durch viele hilfsbereite Hände an der Rampe ist bei niemandem was kaputt gegangen. Selbst die 505er hatten teils große Probleme, einmal musste ich mit Straßenklamotten ins Wasser springen und ein halb gekenters Boot, dass die Rampe verfehlt hatte, von den Felsen schieben.

Downwind Action

Mittwoch stand die traditionelle Bastardo Langstrecken-Ragatta an. Mit drei Teams und Pfadfinder-Start ging es los, Wendemarke sollte eine 15km entfernte Insel vor Malcesine sein. Obwohl die Surfer am Horizont ordentlich Wind hatten ging bei uns erst mal gar nichts. Dann scheidet leider auch noch ein Team mit abgebrochenem Kardangelenk am T-Foil Getriebe aus. Nur noch zu zweit fahren wir in die Mitte des Sees und unsere Gegner versuchen es direkt an der Felswand. Wir haben Glück und erreichen als erste den starken Südwind. Trotz einer Kenterung können wir einen gigantischen Vorsprung herausfahren. Auf etwa halbem Wege lässt der Wind langsam nach, nach kanpp drei Stunden Kreuz sind wir schon an der markanten Burg, jedoch noch nicht an der Insel. Das andere Team, welches uns mittlerweile eingeholt hat, schlägt einen Neustart vor und Vorwind geht es wieder zurück. Obwohl wir solche Bedingungen noch nie hatten klappen die Halsen während das andere Team dreimal umkippt. Kurz vor dem Ziel dreht der Wind heftig, das Boot wendet plötzlich unter Gennaker und es wird noch mal spannend. Wir bekommen aber alles unter Kontrolle und überqueren nach 4 Stunden als Sieger die Ziellinie.

Starker Nordwind am Freitag
Im eigentlichen Riva Cup am Donnerstag läuft es dann nicht so gut. Der Südwind ist noch stärker und bei einer Kenterung auf der ersten Startkreuz wickelt sich die Fock ums Vorstag. Ewig liegen wir im Wasser, als wir das Boot schließlich aufrichten können ist im Bug alles verdreht und der Gennaker nicht mehr einsatzbereit. Am Freitag dann heftiger Nordwind: maximal depowered können wir das Boot an der Kreuz kaum halten. In einer Wende bleiben wir wieder stehen, treiben rückwärts und kentern ziemlich nah an der Felswand. Als die Wellen über unser Rig rollen springt der Kicker vom Mast und nach vielen Versuchen ihn wieder anzubauen lassen wir uns schließlich ohne Segel abschleppen. Bei der Übergabe unseres Großsegels von einem Motorboot zum anderen fällt es leider ins Wasser und wird überfahren, ein Loch im Top ist die Folge.

Am Samstag versuchen wir es nicht mehr, der Wind hat dann aber doch deutlich abgenommen und wäre gut segelbar gewesen. Ein ziemlicher Tiefschlag, aber immerhin ist noch alles heil und gelernt haben wir trotzdem eine Menge. Dafür segeln Phillip und Malte in der Dyas auf den dritten Platz!
Das Programm an Land ist überragend, nur ein Tag schlechtes Wetter, jeden Tag gut essen und danach mit den anderen Seglern in die legendäre Oca Bar.

KaR Teamfoto